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Veranstaltungen 2. Jahreshälfte 2018

 


Samstag, 6. Oktober | 11:00 Uhr | Kunst im Hospizbüro | Eröffnung der 7. Ausstellung in den Räumen des Hospizkreises Minden | Simeonsplatz 3 in Minden: »Die Wahrheit des Augenblicks – Bilder vom Leben und Gehen« von Ulrich Rölfing. Mit einführenden Worten von Helmut Dörmann (Hospizkreiskoordinator) und musikalischer Begleitung auf der Gitarre von Willi Grote


Ein Wagnis! Der Tod seiner Mutter im Jahr 2014 war für den Hamburger Maler Ulrich Rölfing der Ausgangspunkt, ihrem Leben in einem Zyklus von Bildern nachzugehen – nicht erst seit Sigmund Freuds Schwerstarbeit. „Unscheinbare, beiläufige Augenblicke dieses Lebens bekamen als Erinnerung eine ungemeine Kraft“, erklärt der Künstler. „Rölfing nähert sich in seinen Arbeiten dieser Frau, seiner Mutter, mit Liebe und Respekt. Nie läuft er Gefahr, sie zu verklären. Rölfing ist ein Entdeckungsmaler ... Wer die starken und intensiven Bilder dieser Werkgruppe über das Leben und Sterben seiner Mutter Carola sieht, nähert sich dem Kern eigener Haltungen.“ (Harald Schiller)

Die Ausstellung läuft bis zum 30. November 2018 und kann montags, dienstags und donnerstags von 9.00 bis 12.00 Uhr und donnerstags von 14.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Termine nach Vereinbarung sind ebenfalls möglich.

Ulrich Rölfing lebt als freischaffender Maler und Bildhauer in Hamburg und hat sich mit vielen Ausstellungen im In- und Ausland einen Namen gemacht. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch. www.Ulrich Roelfing.de

 



Sonntag, 7. Oktober | 15.00 Uhr |
Death Cafe – Reden über Tod | Kulturzentrum BÜZ am Johanniskirchhof in Minden | Eintritt frei


Nachdem die ersten Death Cafes im BÜZ von gut 30 Personen sehr gut angenommen wurden und es sinnerfüllte gute Gespräche gab, soll die Reihe fortgesetzt werden. Sterblichkeit und Tod ist etwas, was uns alle miteinander verbindet und was zum Leben dazugehört. Wir wollen an diesen Nachmittagen im Gespräch bei Kaffee und Gebäck über die verschiedenen Aspekte des Todes nachdenken: Wie geht unsere Kultur oder wie gehen andere Kulturen mit Tod um? Was kommt nach dem Tod? Wie will ich beerdigt werden? Es ist keine Veranstaltung, auf der eine akute Krisen- oder Trauerbegleitung geleistet wird. Es ist ein Ort, um sich über die eigene Vergänglichkeit, den Tod und das Sterben auszutauschen und mit Unbekannten ins Gespräch zu kommen. Info: Das Gesprächsthema des Nachmittags kann der Tagespresse entnommen werden.
Das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit soll erhöht werden, um das Leben erfüllter zu gestalten. Wir freuen uns auf Ihre Sicht der Dinge. Kommen Sie einfach vorbei!

 

 

 

Freitag, 12. Oktober | 9.00 bis 16.00 Uhr | »Pilgern und Hospiz« – auf dem Sigwardsweg von Minden nach Petershagen | Kosten: 10,00 € | Anmeldung nicht erforderlich


Um miteinander ins Gespräch zu kommen, ist es manchmal einfacher, etwas gemeinsam zu tun. Pilgern ist eine Möglichkeit, das eine mit dem anderen zu verbinden. Pilgern meint, im Abstand vom Alltag Einkehr zu halten und das eigene Leben neu zu betrachten.

Wir werden ca. 14 km auf dem Sigwardsweg – von Minden nach Petershagen – pilgern. Treffpunkt: 9 Uhr am Seniorenpark Carpe Diem, Brühlstraße 28-30. Wir fahren nach dem Pilgern (ca. 15.00 Uhr) mit dem Taxi zum Seniorenpark Carpe Diem zurück, um den Tag mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken ausklingen zu lassen. Bitte für die eigene Tagesverpflegung sorgen.

 



Samstag, 20. Oktober | 20:00 bis 21.30 Uhr | »Voices and Dances for Hospices« – Klassische Musik und Tanzen mit DJ Heiko | Welthospiztag im Kulturzentrum BÜZ am Johanniskirchhof in Minden | Kartenvorverkauf: Bücherwurm und Kulturzentrum BÜZ | Eintritt: 15,00 € (inkl. Imbiss), für Mitglieder des Hospizkreises: 10,00 €


Der Welthospiztag im Oktober. Ziel dieses weltweiten Aktionstages ist es, die Hospizidee größeren Teilen der Bevölkerung zugänglich zu machen und den flächendeckenden Ausbau von Hospiz- und Palliativdiensten zu fördern. Der internationale Hospiztag soll außerdem die Leistungen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer würdigen. In Minden sind es 2017 bereits 60 Menschen gewesen, die sich in ihrer Freizeit der Begleitung schwerstkranker, sterbender und trauernder Mitmenschen gewidmet haben. Viele ehrenamtlich Helfende und interessierte Bürger/innen, Freundinnen und Freunde waren zu Gast und trugen zum Erfolg dieser Veranstaltungen bei. Der Welthospiztag 2018 steht in Deutschland unter dem Motto: „Gemeinsam für ein würdevolles Sterben“. Freuen Sie sich auf einen besonderen Abend der Geselligkeit mit Musik und Tanz.

 

Programm

20.00 Uhr: Duo Domra und Akkordeon – Klassische Musik 
Das Duo in der Besetzung Domra, Eugenia Olevska, und Akkordeon, Miroslaw Tybora, spielt Musik aus den eigenen Ländern, die sich zwischen der klassischen Musik und der Folklore aus Ukraine und Russland bewegt. Anhand von verschiedenen Werken, die traditionellen Ursprung haben, präsentiert das Duo originale Literatur gerade aus dieser Weltecke. Ergänzt wird das Programm durch einige Solo- und Duo-Stücke aus Finnland. Der Charakter der Musik bleibt immer sehr lebendig und dynamisch, sodass es die virtuose Musik immer schafft, das Publikum auf ihre Bahn zu ziehen.

21.00 Uhr:
Kleine Pause - Anregende Gespräche bei Fingerfood.

21.30 Uhr:
„Dances for Hospices“ mit DJ Heiko. Willkommen sind an diesem Abend nicht nur Aktive, sondern auch alle, die einfach mal wieder tanzen möchten. Wir möchten mit Ihnen in Begegnung kommen.



Mittwoch, 7. November | 19.30 Uhr | Vortrag: »Kriegskinder und Kriegsenkel – Zwei, die es nicht leicht miteinander hatten und doch aufeinander angewiesen bleiben« Referent Michael Schneider | Veranstaltung im Victoria Hotel, Minden | Kartenvorverkauf im Bücherwurm und im Hospizbüro | Eintritt: 8,00 €


In der Hospizarbeit treffen nicht selten Angehörige der Kriegskinder- und Kriegsenkelgeneration aufeinander. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass der Krieg erheblich das Verhältnis dieser beiden Alterskohorten geprägt und belastet hat. In seinem Vortrag beschäftigt sich Michael Schneider unter anderem mit dem Verhältnis von „Kriegsenkeln“ zu ihrer Elterngeneration, den sogenannten „Kriegskindern“. Er befasst sich mit dem wichtigen Thema der „transgenerationalen Weitergabe von kriegsbedingten Traumata“ und zeigt auf, warum und wie der 2. Weltkrieg in der Gegenwart immer noch wirksam ist. Vorgestellt werden auch Wege der persönlichen Bearbeitung und Gruppen, Vereine, Autoren, die sich mit dieser Fragestellung befassen und Interessierten Hilfestellung geben.
Michael Schneider lebt in Hamburg und arbeitet als Unternehmensberater. Er ist Jahrgang 1960 und hat Theologie, Philosophie und Architektur studiert. Er ist Gründer des Kriegsenkel e. V. und ist seit dessen Gründung auch sein Vorsitzender. 2015 gab er im Europa-Verlag zusammen mit Joachim Süss das Buch NEBELKINDER heraus.

 



NEU | Montag, 19. November | 17:00–21.00 Uhr | »Letzte-Hilfe-Kurs« | Büro des Hospizkreises | Simeonsplatz 3 in Minden | auf Spendenbasis | Anmeldung ist erforderlich


Am Ende wissen, wie es geht. Das Lebensende und Sterben macht uns als Mitmenschen oft hilflos. Uraltes Wissen zur Sterbegeleitung ist mit der Industrialisierung schleichend verloren gegangen. Wir bieten einen Kurzkurs zur „Letzten Hilfe“ an.
In dem Letzte-Hilfe-Kurs lernen interessierte Bürgerinnen und Bürger, was sie für die ihnen Nahestehenden am Ende des Lebens tun können. Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft für wenige Experten, sondern ein Angebot von Mitmensch zu Mitmensch. Der Kurs soll ermutigen, auf einen sterbenden Angehörigen, Nachbarn oder Freund offen und anteilnehmend zuzugehen.
Inhalte des Kurses: Sterben ist ein Teil des Lebens; Vorsorgen und Entscheiden; körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte; Abschied nehmen vom Leben.

Der Abschied vom Leben ist der schwerste, den die Lebensreise für einen Menschen bereithält. Deshalb braucht es, wie auf allen schweren Wegen, jemanden der uns die Hand reicht. Diese Hand zu reichen, erfordert nur ein bisschen Mut und Wissen. In diesem Letzte-Hilfe-Kurs vermitteln wir beides.

 

 

12. FILMREIHE »KINO UND HOSPIZ«

1. DOKOMENTATIONSREIHE

Veranstalter
Hospizkreis Minden e. V. und Kulturzentrum BÜZ


Mittwoch, 24. Oktober, 20.00 Uhr, Eintritt: 3,50 €, Kulturzentrum BÜZ
Griefwalker, Dokumentarfilm (mit deutschen Untertiteln) über Stephen Jenkinson
Griefwalker ist ein Porträt des preisgekrönten kanadischen Autors und Lehrers Stephen Jenkinson. Über einen Zeitraum von 12 Jahren gefilmt, zeigt der Film Jenkinson, während er Ärzte und Krankenschwestern unterrichtet; in Beratungsgesprächen mit Sterbenden und deren Angehörigen und immer wieder in meditativen, oft sehr aufrichtigen Dialogen mit dem Regisseur – während die beiden in einem selbstgebauten Kanu aus Birkenrinde rudern – über die Herkunft und die Konsequenzen seiner Ansichten: darüber, wie wir leben und wie wir sterben in unserer heutigen Zeit und Kultur.

Donnerstag, 8. November, 20.00 Uhr, Eintritt: 3,50 €, Kulturzentrum BÜZ
„Bilder, die bleiben“: Dokumentarfilm über Abschied und Tod
Einige kennen Gesine Meerwein vielleicht noch aus dem Film „Lebenskünstlerinnen“. Gesine Meerwein ist ihren offenen Weg des Umgangs mit ihrer Erkrankung weiter gegangen und gestaltet ihren Weg sehr bewusst. Sie war 45 Jahre alt, als die Aufnahmen dieses Films entstanden, während sie mit unberechenbaren Schmerzschüben und seit 4 Jahren mit der Diagnose „schnellwachsende Metastasen“ lebt. Sie befasst sich eigenwillig mit Tod und Bestattung. Sie bindet ihr Freundinnennetz und ihre Familie in diesen intensiven Prozess ein. Als die Dreharbeiten für den Film beginnen, weiß niemand, dass es jetzt tatsächlich die letzten drei Monate ihres Lebens sind.

Mittwoch, 21. November, 20.00 Uhr, Eintritt: 5 €, Kulturzentrum BÜZ
„Mut zum Leben - Die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz“. Filmgespräch mit der Regisseurin Christa Spannbauer
Greta Klingsberg, Sängerin, 88, Jerusalem: „Überlebt zu haben, ist noch keine Auszeichnung. Es kommt darauf an, was man daraus macht.“
Sie erfuhren die Unmenschlichkeit am eigenen Leibe und wurden zu Lehrern der Menschlichkeit. Sie haben Auschwitz überlebt und machen Mut zum Leben. Der Film porträtiert vier außergewöhnliche Menschen von beeindruckendem Lebensmut, unzerstörter Hoffnung und tiefer Mitmenschlichkeit.
In eindrücklicher Weise bezeugen die vier Porträtierten, dass es neben dem unermesslichen Leiden des Holocaust auch noch etwas anderes gibt: den Triumph der Menschlichkeit über die Unmenschlichkeit, der sich in einer großen Liebeserklärung an das Leben kundtut.


Die Regisseurin Christa Spannbauer ist an diesem Abend anwesend und sie möchte im Anschluss an den Film gerne mit den Zuschauern ins Gespräch kommen.

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