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Kooperation des Kriegsenkel e. V. und Hospizkreis Minden e. V.

 

Vor gut einem halben Jahr wurde Michael Schneider, Vorsitzender des Kriegsenkel e. V., eingeladen, einen Vortrag in Minden zu halten. In den Wochen vor der Veranstaltung wurde deutlich, dass das Thema „Kriegskinder und Kriegsenkel“ auf großes Interesse stoßen würde. Am Ende kamen zum Vortrag nahezu 250 Zuhörer. Aufgrund des großen Zuspruchs entstand die Idee, an diesen Vortrag Einsteigerseminare für Menschen anzuschließen, die in dieses Themenfeld noch mehr eintauchen wollen. Auch diese Seminare sind inzwischen nahezu ausgebucht. Im März freuen wir uns nun außerdem auf eine Lesung im Bürgerzentrum in Minden, bei der zwei Autorinnen, die in den letzten Jahren Bücher zum Thema verfasst und herausgegeben haben, zu Gast sein werden: Ingrid Meyer-Legrand und Heike Pfingsten-Kleefeld. Dazu gibt es Musik des Liedermachers Rainer Trunk.

Das Zusammentreffen und die Zusammenarbeit der beiden Vereine ist ein Glücksfall. Für beide steht aus unterschiedlicher Perspektive das Verhältnis zwischen Menschen und die Begegnung der Generationen im Fokus. Sie wollen Möglichkeiten der schöpferischen Auseinandersetzung zu einem schwierigen Thema anbieten.

Der Kriegsenkel e. V. entstand 2010. Er ist Anlaufstelle für Betroffene und am Thema Interessierte, er bündelt Informationen, ermöglicht Austausch und stößt Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene an. Der Hospizkreis Minden entstand vor 26 Jahren. In ihm engagieren sich hauptamtliche und eine Vielzahl von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen mit dem Ziel, Menschen in existenziellen Krisensituationen zu unterstützen.

Am Ende des Lebens gewinnt die Rückschau große Bedeutung. Wir ziehen Bilanz. Was ist in meinem Leben geglückt? Woran trage ich immer noch schwer? Im Moment ist es vielfach die Generation der Kriegskinder, die sich beginnt zu verabschieden. Begleitet wird sie dabei von ihren Kindern, den Kriegsenkeln. Was kann beiden helfen, diese Wegstrecke zusammen zu gehen?

Hier berühren sich die Anliegen der beiden Vereine. Wir glauben deshalb, dass ein Austausch und ein Stück gemeinsamer Weg sehr fruchtbar sein können.

Beide möchten, dass auch die Gesellschaft als ganze für diese wichtigen Themen sensibler wird.

Helmut Dörmann, Koordinator des Hospizkreises Minden e. V.

Michael Schneider, 1. Vorsitzender des Kriegsenkel e. V.

 

Das Programm


Beginn: 10 Uhr

1. Vorstellung und Einstiegsrunde
Was hat mich hierher geführt?

2. Kurzer Impulsvortrag
Was sind eigentlich Kriegsenkel und was verbindet sie?

3. Übung
Gemeinsamkeiten der Teilnehmer*innen entdecken.

Kaffeepause

4. Info-Element
Wege und Quellen der Recherche.

5. Übung
Welche meiner Glaubenssätze, Familienweisheiten und/oder Gewohnheiten stammen aus der Kriegszeit?

Mittagspause

6. Kurzer Impulsvortrag
Was sind transgenerationale Traumata und welche Wirkungen haben sie heute noch?

7. Info-Element
Wo finde ich professionelle Hilfe und wie kann sie aussehen? Überblick über Therapiemethoden.

Kaffeepause 

8. Übung
Welche Ressource ist mir aus meiner Geschichte als Kriegsenkel erwachsen? Gruppenarbeit mit anschließendem Plenum.

Schlussrunde
1. Wie möchte ich dieses Thema weiter verfolgen?
2. Wie geht es mir jetzt?

Ende: ca. 17 Uhr

 

 

Kriegsenkel-Einsteigerseminar „Kriegsenkel – Annäherungen an das Thema einer Generation“

 

 

Der Kriegsenkel e.V. in Kooperation mit dem Hospizkreis Minden e.V. bietet zusammen mit Referent*innen, die in diesem Themenfeld Expertise und Erfahrung haben, an verschiedenen Standorten in Deutschland Einsteigerseminare an. Jährlich wird Interessierten zu mehreren Terminen die Möglichkeit gegeben, dieses eintägige Seminar zu besuchen.


Zum Inhalt
Was sind eigentlich Kriegsenkel und was verbindet sie? Welche Glaubenssätze aus der Kriegszeit bestimmen unser Leben auch heute noch? Wie kann ich die Geschichte meiner Familie besser erforschen? Und wo finde ich professionelle Hilfe bei psychischen Belastungen? Die Fragen stehen im Zentrum der Seminare des Vereins Kriegsenkel e.V. Sie sind für Menschen gedacht, die mit den Fragen der transgenerationalen Kriegsfolgen noch nicht so vertraut sind und nach Orientierung und Hinweisen suchen, um sich persönlich damit auf den Weg machen zu können.

Der Tag bietet eine Mischung aus Information, Selbsterfahrung und gemeinsamem Austausch. Der persönliche Kontakt, das Gespräch über die eigenen Erfahrungen mit Eltern, Geschwistern, Kindern und Freunden, nimmt einen wichtigen Raum ein.
 
Die Zahl der Teilnehmer*innen in einem Seminar ist auf 12 begrenzt.    

Seminarleitung
Sven Rohde, 1961 geboren, ist Coach und Autor in Hamburg und Mitglied im Vorstand von Kriegsenkel e.V. Seine eigene Geschichte als Kriegsenkel hat er in der Zeitschrift „Psychologie Heute“ veröffentlicht: „Familientreffen auf dem Soldatenfriedhof“. www.svenrohde.com

 

Kurzinfo
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